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Donnerstag, 13. März 2014

[Buchtipp] "Die Verratenen" von Ursula Poznanski

Inhalt:



Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.
Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.
Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

(Bild- und Textquelle: Loewe)




Meinung:


"Ich weiss, dass etwas Furchtbares passiert sein muss, ..."

Schon mit dem allerersten Satz hat mich Ursula Poznanski. Sie stösst uns ins kalte Wasser und so erleben wir, wie eine Mitstudentin der Protagonistin mitteilt, dass drei Kollegen tot seien: bei ihrer Exkursion von Prims überfallen. Erst danach bringt uns die Autorin nach und nach ihre entworfene, dystopische Welt näher. Die Menschen haben sogenannte Sphären gebaut. Diese hoch technologisierten Schutzkuppeln beheimatet aber nur einen Teil der Erdbevölkerung, andere leben in der Aussenwelt. Diese werden von den Sphärenbewohner Prims (von primitiv) genannt.

Als die Protagonistin Ria per Zufall ein Gespräch belauscht, bricht für sie die Welt zusammen. Sie und fünf weitere Studenten sollen Verräter sein und beseitigt werden. Ria ist hin und hergerissen. Wem kann sie noch trauen? Wird sie wirklich abgehört?
Vom ersten Satz an baut Ursula Poznanski eine enorme Spannung auf, die sie ständig noch erhöht, so dass man das Ende regelrecht herbeisehnt und das Buch kaum aus den Händen legen kann.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive der Elite-Studentin Eleria erzählt. Alle Studierenden werden nach ihrer Leistung, ihrem Können aufgelistet und der Top Ten steht eine glorreiche Zukunft bevor. Ria belegt Platz 7, ihre Talente liegen im Bereich der Kommunikation und Rhetorik. So kann sie aus ihrem Gegenüber lesen wie aus einem Buch. Ria ist wirklich ein toller Charakter. Sie ist sehr ehrgeizig und kann durch ihre Talente ihr Gefühle und die ihrer Mitmenschen beeinflussen und hat alles unter Kontrolle. Als sie dann besagtes Gespräch belauscht, bricht sie innerlich auseinander. Sie weiss nicht mehr, was und wem sie glauben kann und beginnt alles zu hinterfragen. Diese innere Zerrissenheit bringt die Autorin ausgezeichnet aufs Papier.
Ihr Freund Aureljo ist sogar auf Platz eins gereiht. Ihm steht Grosses bevor, vielleicht sogar als zukünftiger Präsident. Nur mich konnte er leider nicht so ganz für sich gewinnen.

Warum habe ich nicht schon vorher Ursula Poznanski gelesen? Ich wollte doch eigentlich schon so lange ...
"Der Verratenen" konnten mich als Gesamtpaket überzeugen. Vor allem die atemlose Spannung, die facettenreichen und so unterschiedlichen Charaktere und die dystopische Welt mit seinen Gegensätzen begeisterten mich.
Aber auch die tolle Verpackung sollte hier erwähnt werden. Mit dem schlichten schwarz-weiss-Cover sticht das Buch definitiv hervor.

Wir legen uns die merkwürdigsten Wahrheiten zurecht, wenn die Realität zu furchterregend wird.         (Seite 172)

Kritikpunkt? Hm, da muss ich erst etwas überlegen .... Ich hätte ganz gerne mehr über die lange Nacht erfahren und Aureljo konnte mich nicht ganz überzeugen ... aber ansonsten war ich einfach froh, dass ich Band 2 gleich griffbereit hatte.

Ich habe mich in Ursula Poznanskis brillianten Schreibstil verliebt!
Sie schreibt sehr flüssig, so dass die Seiten an einem vorbeirasen und obwohl sie das eher auf eine ruhige Art tut, bringt sie das Blut in Wallung, beschleunigt den Puls, und lässt einen selber ein bisschen paranoid werden.


Fazit:

In "Die Verratenen" vereint Ursula Poznanski Dystopie und Thriller und baut eine so enorme Spannung und eine wahnsinnig dichte Atmosphäre auf, dass mich das Buch nach dem Geniessen atemlos zurück liess.
Klar sind einige Aspekte bereits bekannt, aber hier werden sie gekonnt in Szene gesetzt und mit vielschichtigen Charaktere und einem grossartigen Schreibstil abgerundet.
Unbedingt lesen!


Buchtipp von Nicole Forrer





Infos zum Buch:


Poznanski, Ursula: "Die Verratenen", 460 Seiten, Loewe Verlag (9. Oktober 2012), ISBN: 978-3785575468
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Infos zur Reihe:


  1. Die Verratenen
  2. Die Verschworenen
  3. ?
   



Sonntag, 17. März 2013

[Buchtipp] "Fünf" von Ursula Poznanski

Infos:

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird …
(Bild- und Textquelle: Wunderlich)


Meinung:

Auf einer Kuhweide nahe Salzburg wird die Leiche einer Frau gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Zahlen und Buchstaben eintätowiert, die auf den ersten Blick keinen Sinn machen. Doch schnell erkennt Ermittlerin Beatrice Kaspary, dass es sich bei den Zeichen um Koordinaten handelt. Diese führen zu einem weiteren Fund: einer eingeschweißten Hand und damit einem neuen Opfer.

Es beginnt eine blutige Version des Geocaching, einer Art Schnitzeljagd, die weitere Tote fordert und auch Beatrice Kaspary in Lebensgefahr bringt.

Sie werden dieses Buch lieben, wenn …
Sie ein Freund von Rätseln sind und einen gut gemachten Thriller zu schätzen wissen. Geschickt baut die Autorin Ursula Poznanski in ihrem neuen Roman ‚Fünf‘ den Spannungsbogen auf, wirft immer wieder neue Hinweise auf den Täter in den Raum und entwirrt nach und nach das Knäuel der Hintergründe, die zu den Morden geführt haben.

Sie werden dieses Buch nicht mögen, wenn …
Sie schwache Nerven haben. Sie bekommen schon nach dem Sonntagskrimi im Fernsehen nachts kein Auge zu? Dann lassen Sie besser die Finger von Poznanskis ‘Fünf’.

Fazit:

Mittlerweile weiß ich, dass Bücher der Autorin Ursula Poznanski bedeuten: Telefon und Klingel ausschalten!
Mit “Fünf” beweist sie nach “Erebos” (und “Saeculum”) einmal mehr, dass dies auch dringend notwendig ist, denn ihre rasanten Storys lassen keinen Platz für Lesepausen oder anderweitige Unterbrechungen.

Der Grund liegt klar auf der Hand. Ihre Bücher besitzen eine unbeschreibliche Sogwirkung, sodass Bedürfnisse wie essen, trinken oder schlafen komplett ausgeschaltet werden. Sie hetzt ihre Leser gnadenlos von einer Seite zur anderen und macht sie zu Sklaven ihres temporeichen Schreibstils, der keinerlei Atempausen zulässt.

Dazu gibt’s noch Tipps für landschaftliche Sehenswürdigkeiten rund um Salzburg. Absolut lesenswert!

Buchtipp von Susanne Heeb


Infos zum Buch:

Ursula Poznanski: “Fünf”, 384 Seiten, Wunderlich; Auflage: 4 (16. Februar 2012) , ISBN 978-3805250313