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Donnerstag, 15. August 2019

Buchtipp: "Supermops und der dreiste Dackelraub" von Nicolas Gorny


Inhalt:


Supermops legt los!
Eigentlich hat sich Helge ein gefährliches Haustier gewünscht, eine Schlange oder ein Krokodil. Stattdessen bekommt er einen Mops zum Geburtstag. Einen dicken, langweiligen Mops! Aber dann weckt ein vergammeltes Würstchen Superheldenkräfte in Helges Mops. Und schon wartet der erste Einsatz auf das heldenhafte Team Supermops und Helge: Dackeldame Paula ist entführt worden …

(Bildquelle: SüdpolVerlag)



Meinung:


Als ich das Cover von "Supermops und der dreiste Dackelraub" sah, wusste ich, dass dieses Kinderbuch bei uns einziehen muss. Es sprüht nur so vor Action und so stand schnell fest, dass dies unser nächstes Vorlesebuch sein würde.

Die Bücher vom Südpol Verlag eignen sich meiner Meinung nach sowieso perfekt zum Vorlesen. Die Geschichten sind sehr abwechslungsreich und unterhaltsam, zudem sind die Bücher durchgehend illustriert, was die Kinder sehr anspricht.

Wie die meisten Kinder hat sich auch Helge sehr lange ein Haustier gewünscht. Es sollte aber ein gefährliches sein, zum Beispiel ein Krokodil oder eine Schlange. Doch dann hat er einen Hund zum Geburtstag bekommen. Und dieser Mops ist leider faul und dick. Ein vergammeltes Würstchen weckt in ihm ungeahnte Kräfte und so wird aus dem langweiligen Hund ein Supermops mit überirdischen Superkräften. Nun ist Mops nicht nur enorm stark und schnell, er kann auch sprechen. Als dann eine Dackeldame entführt wird, kann sich das neue Duo sogleich beweisen.

"Supermops und der dreiste Dackelraub" macht richtig Spass - und zwar den Zuhörern und dem Vorleser. Nicolas Gorny bietet ein spannendes, actionreiches und vor allem auch humorvolles Abenteuer. Durch das Superhelden-Thema und die beiden männlichen Protagonisten werden hier sicher vor allem Jungs angesprochen, doch auch Mädchen sind begeistert, denn es muss ja nicht immer ein rosa glitzerndes Einhorn sein.

Die Illustrationen von Pascal Nöldner setzen diesem Buch noch das Krönchen auf. Sie sind passend im Comicstil gehalten und bestechen mit viel Bewegung und Witz. So untermalen die Bilder die Geschichte perfekt und peppen diese zusätzlich auf.


Fazit:


Tiere und Superhelden stehen bei Kindern sehr hoch im Kurs und so ist "Supermops und der dreiste Dackelraub" die perfekte Kombination. Nicolas Gorny hat ein spannendes und witziges Abenteuer geschaffen, das mit seinen tollen Illustrationen gross und klein anspricht.
Ein Vorleseerlebnis, das begeistert (und selbstverständlich auch selber gelesen werden kann).


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:



Nicolas Gorny: "Supermops und der dreiste Dackelraub", Südpol 2019, 92 Seiten

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 9 Jahre



"Supermops und der dreiste Dackelraub" gibt es bei uns in der Mediathek zum Ausleihen.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Buchtipp: "Meja Meergrün" von Erik Ole Lindström



Inhalt:


Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

(Bild- und Textquelle: Coppenrath)




Meinung:


"Meja Meergrün" bezaubert nur schon von aussen. Vom Cover blickt uns das Meermädchen mit seinen grünen Augen frech entgegen, zudem ist das Cover mit Glitzereffekten verziert.
Auch wenn man das Buch aufschlägt, stechen einem sofort die wunderschönen Illustrationen von Wiebke Rauers ins Auge. Beinahe jede Seite wurde von ihr verschönert, so dass das Vorlesen gleich doppelt Spass macht.
Aber die Geschichte muss sich nicht hinter den farbenfrohen Bildern verstecken, denn mit Meja Meergrün bekommen die Kinder eine mutige Heldin geboten. Das Meermädchen wurde sogar als 'Pippi Langstrumpf der Ozeane' angepriesen. Aber ob sie diesen hohen Erwartungen gerecht werden kann?

Da ihre Eltern auf Forschungsreise sind, ist Meja alleine zuhause. Diese Situation nutzt das Meermädchen gleich aus und geht nicht zur Schule, da sie es da nur langweilig findet. Viel lieber trifft sie ihre Freunde in Lykhav, isst einen Seeburger und macht allerhand Unsinn. Da die Eltern ihre lebhafte Tochter kennen, die gerne wenn immer möglich gegen den Strom schwimmt, haben sie ihr Padson geschickt. Er ist eine Kümmerkröte und soll ein Auge auf Meja werfen, denn schliesslich soll aus ihr eine anständige Meerjungfrau werden.
Meja findet das gar nicht toll, denn sie will einfach nur Spass haben. Doch Padson gibt sich nicht so schnell geschlagen und auch wenn ihn das aufgeweckte und freche Meermädchen an seine Grenzen bringt, hat er es schnell in sein Herz geschlossen. Gemeinsam schlittern die beiden in ein waschechtes Abenteuer.

Meja ist nicht auf den Mund gefallen und hat nur Blödsinn im Kopf. Das gefällt den Kindern natürlich. Sie sind sofort begeistert von dem Meermädchen und als sie kopfüber am Kronleuchter hängt, hat sie die Zuhörer schon lange umgarnt. Padson ist die Stimme der Vernunft und bringt einen guten Ausgleich zum Wildfang.

Die Geschichte ist fantasievoll, abenteuerlich, humorvoll und sehr abwechslungsreich, so dass mir meine Kinder beim Vorlesen regelrecht an den Lippen hingen.
Das Zielpublikum sind sicher Mädchen ab 6 Jahren, aber auch ich als Mutter hatte meinen Spass mit "Meja Meergrün". Und da Erik Ole Lindström viel Witz und Spannung eingebaut hat, freunden sich auch Jungs schnell mit dem frechen Meermädchen an.

Der Schreibstil ist altersgemäss und einfach gehalten und liest sich angenehm und flüssig. Da die Schrift doch eher klein und recht viel Text auf einer Seite ist, empfinde ich "Meja Meergrün" als das perfekte Vorlesebuch. Wir freuen uns schon auf das neue Abenteuer "Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin".


Fazit:


liebevoll frech & wunderbar abenteuerlich
Mit "Meja Meergrün" bekommt die Kinderbuchwelt wieder einmal eine frische Heldin, die begeistert. Erik Ole Lindströms Geschichte ist ein fantastisches Unterwasserabenteuer, das sich gewaschen hat. Angereichert mir vielen wunderschönen Illustrationen eignet sich das Buch super zum Vorlesen.


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:


Erik Ole Lindsträm: "Meja Meergrün", Coppenrath (21. März 2017), 128 Seiten, ISBN 978-3-649-62346-5
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren



Donnerstag, 8. Juni 2017

[Buchtipp] "Der Hutz" von Walko


Inhalt:


Sechs Wochen Maienfeld. Sechs Wochen ohne Computer, Konsole und Handy – das ist für den zwölfjährigen Gamer Elvis die Höchststrafe. Dann jedoch lernt Elvis in dem verschlafenen Nest bei seiner Oma den Hutz kennen, der als Hund getarnt in einem Baum in Omas Garten wohnt. Dem zotteligen Wesen ist ein übereifriger Zeitungsreporter auf den Fersen, und schon bald hat Elvis alle Hände voll zu tun, den Schreiberfiesling abzuwimmeln. Leider kommt es wie es kommen muss: Der »Tschornalist« schießt ein Foto, macht eine große Story daraus und der Hutz wird als gemeingefährlich festgenommen. Doch nicht mit Elvis! Die Rettung des Hutz’ wird sein erstes großes Abenteuer im real life.

(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)




Meinung:


Einstieg ins Buch:
Es war der Tag vor den Sommerferien und gerade hatte ich mir mein Zeugnis abgeholt. Ich war aber nicht auf dem Weg nach Hause, um ordentich Cash für meine tollen Noten zu lassieten und anschliessend mit meinen Leuchten nach italien oder sonstwohin aufzubrechen.
Nein, ich hatte Zeit ...

Elvis hatte nämlich viel zu viel Zeit in seine Spielkonsole investiert und so traute er sich kaum nach Hause, um seinen Eltern das miserable Zeugnis zu präsentieren. Für ihn hiess es nun nämlich, entweder zur Nachprüfung anzutreten oder die Klasse zu wiederholen. Und so kommt es, dass Elvis zu seiner Grossmutter ins Exil geschickt wird - so kommt es ihm zumindest vor, denn Computer und Handy konnte er vergessen, er musste nämlich für die Nachrpüfung büffeln.
Und dann war da auch noch dieser komische Hund Hutz, der früher seinem Grossvater gehört hatte .... Als Elvis hinter das Geheimnis von Hutz kommt, schaut er das Kinderbuch, das sein Grossvater geschrieben hatte, ganz ander an. Konnte es wirklich sein, dass es diese zottelige Wesen, die als Hunde getarnt bei den Menschen lebten, gar nicht von ihm erfunden worden waren, sondern wirklich existieren?
Schnell rückt das Lernen wieder in den Hintergrund, denn Hutz braucht unbedingt seine Hilfe.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive des 6. Klässlers erzählt, was den Leser sehr nahe an die Geschichte bringt. Elvis ist einem sofort sympathisch, denn er kommt sehr authentisch rüber. Obwohl er manchmal die Prioritäten falsch setzt und das eine oder ander Vorurteil hat, sitzt sein Herz am richtigen Fleck und er ist sofort dabei, dem Hutz aus der Patsche zu helfen.

Die Idee von Hutz finde ich richtig klasse. Dieser komische Hund, der sich so merkwürdig verhält, wird die Kinder begeistern. 
Und so ist "Der Hutz" eine erfrischende und witzige Abenteuergeschichte mit ganz viel Fantasie. Das Buch ist spannend und unterhaltsam, so dass ich es an einem Stück verschlungen habe. Zudem eignet es sich sehr gut als Vorlesebuch, denn mit Elvis und Hutz wird die ganze Familie grossen Spass haben.

Walko hat das Buch auch gleich selber illustriert und so ist die Geschichte gespickt mit witzigen schwarz-weiss-Illustrationen. Wenn man das Buch aufklappt findet man gleich ein gezeichnetes Personenverzeichnis, so dass man von Anfang an weiss, mit wem man es zu tun bekommt.


Der Hutz


Fazit:

"Der Hutz" ist eine erstklassige Abenteuergeschichte mit einem kräftigen Schuss Fantasie. 
Unbedingt (vor-)lesen, denn der Spass ist vorprogrammiert .... und nach der Lektüre werden Hunde mit ganz anderen Augen betrachtet ....


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:



Walko: "Der Hutz", cbt (30. März 2015), 208 Seiten, ISBN 78-3570163184
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 9 Jahren




Donnerstag, 6. April 2017

[Buchtipp] "Fiete. Das versunkene Schiff" von Ahoiii


Inhalt:


Das erste Bilderbuch zur preisgekrönten Bestseller-App: Fiete ist ein kleiner Seemann. Sein Zuhause ist eine Insel irgendwo im weiten Meer. Mit seinen besten Freunden Hinnerk und Hein hat Fiete schon so manches Abenteuer erlebt, denn die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ob sie es auch schaffen, das gesunkene Schiff vom alten Leuchtturmwärter Hansen zu heben?
Mit ihrem kleinen Boot, einer Kiste Limo und drei Paar Wollsocken zum Wechseln nehmen sie Kurs aufs offene Meer. Doch die Rettungsaktion gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bis Fiete schließlich einen genialen Einfall hat ...

(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)




Meinung:


"Das versunkene Schiff" ist das erste Bilderbuch mit Fiete, dem Seemann aus den preisgekrönten Apps von Ahoiii. Eine Diplom-Pädagogin, zwei Designer und ein Programmierer realisierten, als sie selber Nachwuchs bekamen, dass es für kleine Kinder kaum Apps gibt, die ihnen gut gefielen.
Sie entschlossen sich, eine spielerische Lernapss für ihr eigene Kinder zu entwickeln, die Kinder nicht überfordere, und einfach und intuitiv zu bedienen sei. Nach zwei Jahren wurden Ahoiii gegründet und heute sind die Fiete-Apps nicht nur an der Nordsee sondern weltweit bekannt. Toll, dass es auch einmal anders herum funktioniert: aus einem digitalen Spiel wird ein Bilderbuch.

"Fiete. Das versunkene Schiff" erzählt die Geschichte, wie sich Fiete mit seinen beiden Freunden Hinnerk und Hein auf die Suche nach 'Botilda', dem Schiff des alten Leuchtturmwärters Hansen macht. Sofort realisieren die Kinder, worum es in diesem Bilderbuch geht: Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.
Schon auf der ersten Doppelseite bestaunten wir das Bild, schmunzelten darüber, wie Fiete, Hinnerk und Hein Kisten mit Konservendosen die Treppen runterschleppen und spätestens als die drei Freunde für ihre Exkursion packen, hatte uns Ahoii, denn was da alles im kleinen Motorboot Platz finden muss, zauberte allen ein Grinsen ins Gesicht.

Als Fiete, Hinnerk und Hein dann die 'Botilda' auf dem Grund des Meeres entdecken, merken sie, dass das Heben des Schiffes nicht so einfach wie erwartet ist und sie müssen einiges ausprobieren, Nur gut sind die drei sehr einfallsreich und haben alles 'Nötige' dabei, denn für die Bergung ist eine Lösung de luxe nötig

Die Bilder sind einfach gehalten, aber umso wirkungsvoller. Mit Aquarellfarben bemalte Kartons wurden eingescannt und mit Collagentechnik am Computer zu einem ganzen Bild zusammengefügt.
Die Seiten sind sehr unterschiedlich gestaltet. Es gibt Bilder, die eine ganze Doppelseite umfassen, dann wieder werden kleinere Szenen aus dem Text dargestellt. Meinen beiden Kindern gefällt vor allem die Doppelseite, auf der alles, was die drei Freunde mitnehmen, gezeigt und auch beschriftet wird. Dadurch können sie nämlich an der Geschichte Teil haben.
Und so ist dieses erste Fiete Buch äusserst abwechslungsreich, spannend und macht einfach Spass.


Fazit:


"Fiete. Das versunkene Schiff" konnte bei uns gross und klein begeistern. Das Bilderbuch besticht durch schlichte, liebevolle Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt, eine abwechslungsreiche und kreative Geschichte und drei charismatische Freunde, die zusammen sogar Pferde stehlen, äh Schiffe heben ....
Fiete ist bei uns ein richtiges Highlight, auch wenn wir nicht an der Nordsee leben.


Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:


Aahoiii: "Fiete. Das versunkene Schiff", Bastei Lübbe (Boje) (8. Oktober 2015), 40 Seiten, ISBN 978-3414824363
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren



mehr:


Von der App ins Bilderbuch
http://ahoiii.com/

Sonntag, 17. März 2013

[Buchtipp] "Geisterritter" von Cornelia Funke


Gespannt habe ich auf Cornelia Funkes neuen Roman “Geisterritter” gewartet und musste ihn dann auch gleich lesen, sobald die Bestellung bei mir eingetroffen war. Ich finde es faszinierend, wie vielseitig Cornelia Funke schreibt. Vom Erstlesebuch bis zum Jugendbuch, das auch gerne Erwachsene lesen, ist da alles mit dabei. Und so war ich auf das neue Thema “Geister” von ihr gespannt.

Inhalt:

Jon Whitcroft ist 11 Jahre alt und begehrt mit allen Mitteln gegen den neuen Freund seiner Mutter auf. Deshalb schicken sie ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass das bald seine geringsten Sorgen sein werden, denn in seiner sechsten Nacht im Internat tauchen plötzlich drei Geister unter seinem Fenster auf. Nur leider ist Jon der Einzige, der ihn sehen kann. Die scheinen es auf ihn abgesehen zu haben und so macht er sich mit Ella daran,
eine Lösung für sein Problem zu suchen.
(Bild- und Textquelle: Dressler)
“Bitte!”, hörte ich mich flüstern. Die Worte kamen wie von selbst. “Bitte, William Longspee. Hilf mir.”
Und plötzlich hörte ich Schritte. Klirrende Schritte, wie von Eisenschuhen. Ich drehte mich um.
Und da stand er.


Meine Meinung:

Cornelia Funkes neues Buch “Geisterritter” richtet sich dieses Mal wieder an ein etwas jüngeres Publikum. Mit den Themen Geister und Gitter, spricht es bestimmt auch viele Jungs an. So ist auch der erzählende Protagonist männlich.

Jon ist ein aufgeweckter Junge, der viel Gefühle zeigt. Erst der Hass gegen den Freund seiner Mutter, die Verzweiflung, dass er ins Internat muss, danach die Angst vor den Geistern und dann ist da auch noch Ella . . . mit Mädchen konnte er noch nie so gut . . .

Ella ist mutig und resolut. Was würde Jon nur ohne sie machen? Und Zelda, Ellas Grossmutter, ist eine skurille alte Frau, die einen gewissen Witz mit ins Buch bringt. Die Charakteren sind liebevoll beschrieben und ich habe die drei gleich ins Herz geschlossen.

Wie es in einem Kinderbuch immer ist, sind die Protagonisten entweder gut oder böse. Ausser bei einer wichtigen Schlüsselfigur trifft das nicht ganz zu. Da kommen selbst Jon irgendwann Zweifel. Seine zwiespältigen Gefühle sind da sehr gut nachvollziehbar und bringen der Geschichte zusätzliche Würze.

Spannend fand ich auch, dass Cornelia Funke reale, sagenumwobene Personen und Fakten aus der Geschichte mit eingebaut hat. Hilfreich ist, dass weitere Infos dazu und Erklärungen zu speziellen Begriffen im Glossar am Ende des Buches nachgelesen werden können.

Ein Wermutstropfen gibt es allerdings: Jon Whitcroft erzählt die Geschichte als etwa 19-Jähriger. Vor allem zu Beginn der Geschichte wird diese Tatasache oft eingeflochten, schlussendlich aber total weggelassen. So hat es mich schon etwas gestört, dass man am Ende nicht erfahren hat, wie es mit ihm im Internat weitergegangen ist und was aus ihm und Ella geworden ist.

Cornelia Funkes Schreibstil ist sehr unterhaltsam und angenehm zu lesen. Durch ihre detaillierten Beschreibungen gelingt es ihr, eine wirklich gruselige Atmosphäre zu schaffen. Zum Teil habe ich mich beim Lesen sogar gefragt, ob es für das Zielpublikum nicht sogar zu gruselig ist. Ich könnte mir schon vorstellen, dass nach dieser Bettlektüre der eine oder andere 10-Jährige nicht mehr gut einschlafen kann oder Alptrtäume bekommt.

Meistens illustriert Cornelia Funke ja ihre Bücher selber. Doch in diesem Buch hat das Friedrich Hechelmann übernommen. Seine Bilder runden die Spukgeschichte ab. Die Bilder, die meistens in Blautönen gehalten sind, sind sehr ausdrucksstark. Einzelne finde ich persönlich ein bisschen zu gruselig für Kinder.

Mir hat vor allem auch die Idee mit den Kapitelübershriften sehr gut gefallen: Unter dem Titel ist jeweils ein Bildausschnitt aus einem Bild des jeweiligen Kapitels zu finden.


Fazit:

“Geisterritter” bietet alles, was ein Kinderbuch braucht: Spannung, gruselige Geister, sagenhafte Ritter, eine skurile Grossmutter und zwei junge Helden. Es macht Spass es zu lesen und zeigt uns, wie wichtig Freundschaft ist.

“Die besten Freunde”, hat meine Mutter mal zu mir gesagt, “finden wir oft in den dunkelsten Zeiten, weil wir ihnen nie vergessen, dass sie uns geholfen haben, aus der Dunkelheit herauszufinden.”

Infos zum Buch:

Cornelia Funke: “Geisterritter”, 252 Seiten, Cecile Dressler Verlag, 2011
Altersempfehlung: ab 10 Jahren


[Buchtipp] “Warrior Cats 01; In die Wildnis” von Erin Hunter

Inhalt:

Sammy ist ein gewöhnliches Hauskätzchen mit feuerrotem Fell, geboren in einem Zweibeinerhaus. Neugierig wagt er sich an die Grenze des Waldes, wo er auf eine junge Kriegerkatze des “DonnerClans” trifft. Er wagt das Abenteuer und lässt sein bequemes Zuhause hinter sich. Doch im “DonnerClan” verspotten ihn einige Katzen “Einmal Hauskatze, immer Hauskatze” und sie meinen, er habe kein Kriegerblut. Doch da der Clan dringend neue Krieger zum Schutz ihres Territoriums benötigt, bekommt Sammy die Chance, sich zu bewähren.
Der erste Band der Warrior Cats Reihe versteht es spielend, seine Leser schon nach den ersten Seiten in seinen Bann zu ziehen. Sammy ist einem sofort sympathisch und auch die meisten Katzen des DonnerClans mag man bald.
(Bild- und Textquelle: Beltz&Gelberg)

meine Meinung:

In diesem Buch wird man direkt in die Welt der Katzen versetzt und man lernt die ursprüngliche Natur der Katzen kennen, denn die Katzen leben freu nach ihren eigenen Regeln. Dabei wird nichts beschönigt. Man erfährt alles von der Jagd nach der Beute, der Schwierigkeit alle Mäuler zu stopfen, von den blutigen Revierkämpfen unter den vier KatzenClans, den Intrigen innerhalb des DonnerClans bis hin zu tiefer Freundschaft.

Einmal begonnen, hat mich “Warrior Cats” in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren, doch auch ich als erwachsene Person habe es sehr gerne gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen, bis ich wusste, wie der erste Band endet.

Laut Wikipedia handelt es sich bei der Autorin “Erin Hunter” um ein Pseudonym, hinter dem sich vier Autorinnen verbergen (Kate Carry, Cherith Baldry, Victoria Holmes und Tui Sutherland). Die erste Reihe von 6 Bänden ist schon auf dem Markt und eine zweite Reihe “Warrior Cats; Die neue Prophezeiung” ist nun an der Reihe.

Fazit:

Ein packendes Epos aus einer Welt, in der die netten Vierbeiner noch richtige Raubtiere sind. Abenteuer vom Feinsten.

Infos zum Buch:

Erin Hunter: “Warrior Cats 01; In die Wildnis”, 320 Seiten, Beltz & Gelberg, 3. Auflage 2011
Altersempfehlung: ab 10 Jahren