Donnerstag, 18. Januar 2018

Buchtipp: "Meja Meergrün" von Erik Ole Lindström



Inhalt:


Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

(Bild- und Textquelle: Coppenrath)




Meinung:


"Meja Meergrün" bezaubert nur schon von aussen. Vom Cover blickt uns das Meermädchen mit seinen grünen Augen frech entgegen, zudem ist das Cover mit Glitzereffekten verziert.
Auch wenn man das Buch aufschlägt, stechen einem sofort die wunderschönen Illustrationen von Wiebke Rauers ins Auge. Beinahe jede Seite wurde von ihr verschönert, so dass das Vorlesen gleich doppelt Spass macht.
Aber die Geschichte muss sich nicht hinter den farbenfrohen Bildern verstecken, denn mit Meja Meergrün bekommen die Kinder eine mutige Heldin geboten. Das Meermädchen wurde sogar als 'Pippi Langstrumpf der Ozeane' angepriesen. Aber ob sie diesen hohen Erwartungen gerecht werden kann?

Da ihre Eltern auf Forschungsreise sind, ist Meja alleine zuhause. Diese Situation nutzt das Meermädchen gleich aus und geht nicht zur Schule, da sie es da nur langweilig findet. Viel lieber trifft sie ihre Freunde in Lykhav, isst einen Seeburger und macht allerhand Unsinn. Da die Eltern ihre lebhafte Tochter kennen, die gerne wenn immer möglich gegen den Strom schwimmt, haben sie ihr Padson geschickt. Er ist eine Kümmerkröte und soll ein Auge auf Meja werfen, denn schliesslich soll aus ihr eine anständige Meerjungfrau werden.
Meja findet das gar nicht toll, denn sie will einfach nur Spass haben. Doch Padson gibt sich nicht so schnell geschlagen und auch wenn ihn das aufgeweckte und freche Meermädchen an seine Grenzen bringt, hat er es schnell in sein Herz geschlossen. Gemeinsam schlittern die beiden in ein waschechtes Abenteuer.

Meja ist nicht auf den Mund gefallen und hat nur Blödsinn im Kopf. Das gefällt den Kindern natürlich. Sie sind sofort begeistert von dem Meermädchen und als sie kopfüber am Kronleuchter hängt, hat sie die Zuhörer schon lange umgarnt. Padson ist die Stimme der Vernunft und bringt einen guten Ausgleich zum Wildfang.

Die Geschichte ist fantasievoll, abenteuerlich, humorvoll und sehr abwechslungsreich, so dass mir meine Kinder beim Vorlesen regelrecht an den Lippen hingen.
Das Zielpublikum sind sicher Mädchen ab 6 Jahren, aber auch ich als Mutter hatte meinen Spass mit "Meja Meergrün". Und da Erik Ole Lindström viel Witz und Spannung eingebaut hat, freunden sich auch Jungs schnell mit dem frechen Meermädchen an.

Der Schreibstil ist altersgemäss und einfach gehalten und liest sich angenehm und flüssig. Da die Schrift doch eher klein und recht viel Text auf einer Seite ist, empfinde ich "Meja Meergrün" als das perfekte Vorlesebuch. Wir freuen uns schon auf das neue Abenteuer "Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin".


Fazit:


liebevoll frech & wunderbar abenteuerlich
Mit "Meja Meergrün" bekommt die Kinderbuchwelt wieder einmal eine frische Heldin, die begeistert. Erik Ole Lindströms Geschichte ist ein fantastisches Unterwasserabenteuer, das sich gewaschen hat. Angereichert mir vielen wunderschönen Illustrationen eignet sich das Buch super zum Vorlesen.


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:


Erik Ole Lindsträm: "Meja Meergrün", Coppenrath (21. März 2017), 128 Seiten, ISBN 978-3-649-62346-5
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren



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