Sonntag, 17. März 2013

[Buchtipp] "Der Junge, der Träume schenkte" von Luca Di Fulvio

Info:

New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens – mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag …
(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe


Meinung:

Das Buch spielt im frühen 20. Jahrhundert in New York.

Es erzählt die Geschichte der jungen Italienerin Cetta, die nach der Geburt ihres Sohnes Natale, den weiten und beschwerlichen Weg nach Amerika auf sich nimmt, in der Hoffnung dort ein besseres Leben für sich und ihren Sohn zu finden. In New York angekommen, muss sie viele Hürden nehmen und wird schließlich bei einem alten italienischen Ehepaar aufgenommen und bekommt, wie so viele Einwanderinnen zur damaligen Zeit, eine Arbeitsstelle als Prostituierte.

Natale wird auf Grund der Sprachbarriere schon bei der Einreise von einem Beamten umbenannt in Christmas, das englische Wort für Natale – Weihnachten.

Der Junge wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, seine Mutter Cetta versucht aber soweit es ihre Mittel zulassen, ihm all seine Wünsche zu verwirklichen. Sie will, dass aus Christmas ein richtiger Amerikaner wird, und er nicht immer nur als italienischer Einwanderer angesehen wird. Er hat eine sehr blühende Fantasie und ist ein sehr guter Geschichtenerfinder und Geschichtenerzähler.
Aber bald schon gründet auch er eine Gang, wie es damals in NY normal war, die Stadt wurde von Gangs beherrscht und regiert.

Eines Tages, Christmas war zu diesem Zeitpunkt 13, findet er auf der Straße ein verletztes Mädchen, dass er mit zu sich nach Hause nimmt.

Von diesem Zeitpunkt an fängt die Geschichte erst richtig an einen zu fesseln.

Fazit:

Dieser Roman liest sich sehr gut, ich musste mich nie überwinden ihn zur Hand zu nehmen.
Allerdings wird nichts beschönigt, das Leben war damals brutal und so wird es auch erzählt.

Vom Schreibstil würde ich es mit Carlos Ruiz Zafon (Der Schatten des Windes, Das Spiel des Engels) und Markus Zusak (die Bücherdiebin) vergleichen. Wer diese Bücher kennt und mag für den ist “Der Junge, der Träume schenkte” eine “Pflichtlektüre”.

Buchtipp von Susanne Heeb


Infos zum Buch:

Luca Di Fulvio: “Der Junge, der Träume schenkte”, 783 Seiten, Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 17 (2011)

ISBN: 978-3404160617

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